Nächste Ariane 5 Mission von Arianespace Unterstützt ambitionierte pläne Frankreichs und Deutschlands
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Am 16. Juni wird Arianespace den von der OHB System für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gebauten und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit dem Bundesverteidigungsministerium (BMVg) finanzierten Heinrich-Hertz-Satelliten in den Weltraum bringen. Mit an Bord bei dieser Mission ist auch der Satellit Syracuse 4B, der von Airbus Defence and Space gemeinsam mit Thales Alenia Space im Auftrag des französischen Verteidigungsministeriums (DGA) konstruiert und produziert wurde.
Im Rahmen der Mission werden beide Nutzlasten im geostationären Orbit positioniert.
Der VA261 Start wird die 117. und letzte Mission der Ariane 5 sein. Danach wird die europäische Schwerlast-Trägerrakete durch die neue Ariane 6 abgelöst.
Am Freitag, dem 16. Juni 2023, zwischen 18.26 Uhr und 20.01 Uhr Ortszeit (23.26 Uhr und 01.01 Uhr MESZ) wird Arianespace den Start einer Ariane 5 durchführen, die den Heinrich-Hertz-Satelliten für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Bundesregierung, sowie den Syracuse 4B Satelliten für das französische Ministerium für Verteidigung DGA an Bord haben wird. Die Mission VA261, wird 33 Minuten und 31 Sekunden dauern und beide Nutzlasten in eine geostationäre Umlaufbahn bringen.
Arianespace begrüsst es sehr, mit dem Start des Heinrich-Hertz-Satelliten erstmals im Auftrag des DLR für die Bundesregierung tätig werden zu können. Zudem wird der Satellit Syracuse 4B das Verteidigungsprogramm Syracuse vervollständigen. Bereits im Oktober 2021 erfolgte der Start von Syracuse 4A im Rahmen der Mission VA255. Beide Satelliten sind Bestandteile eines Telekommunikationssystems , das militärischer und institutioneller Nutzung vorbehalten ist.
Der nach dem Physiker Heinrich Hertz benannte Satellit ist der erste deutsche Kommunikationssatellit zur Forschung und Erprobung neuer Technologien und Kommunikationsszenarien.. Die Technologien an Bord sollen es ermöglichen intelligent und flexibel auf zukünftige Herausforderungen zu reagieren, neue Kommunikationsszenarien zu erproben und von der Erde aus an neue technische Anforderungen und Marktbedürfnisse anzupassen. Die Mission wird vom DLR im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in Kooperation mit dem Bundesverteidigungsministerium (BMVg) durchgeführt. Der Heinrich-Hertz-Satellit wurde hauptsächlich von der OHB System entwickelt und gebaut.
Syracuse IV ist ein vom französischen Verteidigungsministerium (DGA) der französischen Armee zur Verfügung gestelltes satellitengestütztes Telekommunikationsprojekt. Der Satellit SYRACUSE 4B wird in Verbindung mit dem Satelliten SYRACUSE 4A, der bereits 2021 mit einer Ariane 5 gestartet wurde, ermöglichen, die Streitkräfte am Boden, auf See und in der Luft miteinander zu verbinden. Die Truppen brauchen gesicherte und leistungsfähige Kommunikationsmittel, um Informationen austauschen zu können. Mit seiner hochmodernen Ausstattung (aktive Antenne und digitaler transparenter Prozessor) zur leistungsstarken Kommunikation mit hoher Flexibilität und Störfestigkeit wird der Satellit auch NATO-Operationen unterstützen. Für die Produktion der Satelliten SYRACUSE 4B und SYRACUSE 4A und der dazugehörigen Nutzlasten haben sich Airbus Defence and Space und Thales Alenia Space zusammengeschlossen, um ihr Know-how in dieses militärische High-End-Telekommunikationsprogramm einzubringen
Der Start auf einen Blick:
→ Start einer Trägerrakete von Arianespace
→ Heinrich Hertz und Syracuse 4B werden der 152. und 1.153. von Arianespace beförderte Satellit sein
Auf ihrem 117. und letzten Flug hat die von Arianespace betriebene Ariane 5 zwei Kommunikationssatelliten in die Umlaufbahn gebracht: den Heinrich-Hertz-Satelliten für die deutsche Bundesregierung und SYRACUSE 4B für das französische Verteidigungsministerium.
Damit geht die europäische Schwerlast-Trägerrakete Ariane 5, bei der ArianeGroup Hauptauftragnehmer ist, in die Geschichtsbücher ein und übergibt ihr außergewöhnliches Erbe in Sachen Know-how und Zuverlässigkeit an Ariane 6.
Ariane 6 wird Ariane 5 ablösen, um sowohl die institutionellen Missionen Europas als auch die rasant wachsende Nachfrage des kommerziellen Marktes abzudecken.
Am 5. Juli 2023 um 19:00 Uhr Ortszeit hob die von Arianespace betriebene Ariane 5 erfolgreich vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab. An Bord befanden sich der Heinrich-Hertz-Satellit für die deutsche Bundesregierung und SYRACUSE 4B für das französische Verteidigungsministerium.
Der nach dem Physiker Heinrich Hertz benannte Satellit ist der erste deutsche Kommunikationssatellit zur Forschung und Erprobung neuer Technologien und Kommunikationsszenarien. Die Technologien an Bord sollen es ermöglichen intelligent und flexibel auf zukünftige Herausforderungen zu reagieren, neue Kommunikationsszenarien zu erproben und von der Erde aus an neue technische Anforderungen und Marktbedürfnisse anzupassen. Die Mission wird vom DLR im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in Kooperation mit dem Bundesverteidigungsministerium (BMVg) durchgeführt. Der Heinrich-Hertz-Satellit wurde hauptsächlich von der OHB System entwickelt und gebaut.
Der SYRACUSE 4B-Satellit ist Teil des SYRACUSE IV-Programms unter Leitung der französischen Rüstungsbehörde DGA, in Zusammenarbeit mit den französischen Luft- und Weltraumstreitkräften und für das französische Weltraumkommando (CdE). Zusammen mit SYRACUSE 4A wird er es den französischen Streitkräften ermöglichen, in ihren Einsätzen permanent in Verbindung zu bleiben. Ob auf See, in der Luft oder an Land – die Streitkräfte benötigen leistungsfähige und sichere Kommunikationssysteme, um Informationen mit der Kommandozentrale austauschen zu können. Dank seiner hochmodernen Ausrüstung, einschließlich einer Anti-Jamming-Antenne und einem digitalen Bordprozessor, wird SYRACUSE 4B selbst gegen größte militärische Bedrohungen vollständig resistent sein. Der Satellit wird dazu beitragen, die nationale Souveränität Frankreichs zu gewährleisten, und gleichzeitig NATO-Operationen unterstützen. Bei der Entwicklung von SYRACUSE 4A und SYRACUSE 4B haben sich Airbus Defence and Space und Thales Alenia Space zusammengeschlossen, um in dem Programm in vollem Umfang von ihrem gemeinsamen Know-how profitieren zu können.
"Diese 117. und letzte Mission von Ariane 5 ist in mehrfacher Hinsicht symbolträchtig. Zum einen hat Ariane 5 zwei Telekommunikationssatelliten, SYRACUSE 4B und Heinrich-Hertz, für Frankreich und Deutschland, die beiden größten Beitragszahler des Ariane-Programms, in die Umlaufbahn gebracht“, erklärte Stéphane Israël, CEO von Arianespace. "Diese Mission demonstriert aber auch die Fähigkeit von Ariane 5, Doppelstarts durchzuführen, was stets ein Kernbestandteil ihres Erfolgs war: 197 Satelliten von den insgesamt im All platzierten 239 Satelliten wurden in die geostationäre Umlaufbahn gebracht. In ihrer Laufbahn hat Ariane 5 insgesamt 65 institutionelle und kommerzielle Kunden aus 30 Ländern bedient. Dieser Erfolg von Ariane 5 ebnet Ariane 6 den Weg in eine vielversprechende Zukunft.“
Dieser Start krönt auch die außergewöhnliche Karriere des HM7-Oberstufen-Triebwerks, das schon die erste Ariane 1 angetrieben hat und das auch bei der letzten Ariane 5 zum Einsatz kam. Es hat damit 228 Mal zum Antrieb der Ariane-Trägerrakete beigetragen, ohne jemals zu versagen, und war als Veteran der Raumfahrt ein Kernelement des europäischen Weltraum-Abenteuers. Bei Ariane 6 wird es durch das wiederzündbare Vinci-Triebwerk ersetzt.
"Ariane 5 nimmt nun ihren Platz in den Annalen der Weltraumgeschichte ein. Diese letzte erfolgreiche Mission beweist einmal mehr ihre extreme Zuverlässigkeit im Dienste der europäischen Autonomie und bringt eine außergewöhnliche Karriere zum Abschluss, die sich durch eine Reihe von technologischen und industriellen Errungenschaften auszeichnet. Ich teile die Emotionen aller Mitarbeiter der ArianeGroup, von Arianespace, den französischen und europäischen Raumfahrtagenturen CNES und ESA sowie aller unserer europäischen Partner, die im Laufe dieser 27 Jahre zum Erfolg der Mission beigetragen haben", sagte Martin Sion, CEO der ArianeGroup. "Gemeinsam stellen wir uns nun den Herausforderungen an Ariane 6, die von den mit Ariane 5 gesammelten Erfahrungen profitiert. Vor dem Hintergrund großer strategischer, wirtschaftlicher und ökologischer Herausforderungen wird Ariane 6 in der Lage sein, sich weiterzuentwickeln und eine wesentliche Rolle bei der Sicherung eines unabhängigen und nachhaltigen Zugangs zum Weltraum für Europa zu spielen und den Bedürfnissen institutioneller und kommerzieller Kunden gerecht zu werden."
Ariane 6 absolviert derzeit in Europa und in Französisch-Guayana wichtige Etappen auf dem Weg zu ihrem Jungfernflug. Als noch vielseitigere und wettbewerbsfähigere Trägerrakete wird Ariane 6 ihre ersten Missionen mit einer rasanten Erhöhung der Produktionszyklen ausführen, um Europas institutionelle Missionen zu unterstützen und den schnell wachsenden Bedürfnissen des kommerziellen Marktes gerecht zu werden.
Die Schwerlastrakete Ariane 5 ist ein Programm der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA, das in Kooperation von öffentlichen Institutionen und Industrie in zwölf europäischen Partnerstaaten durchgeführt wird.
ArianeGroup ist Hauptauftragnehmer für die Entwicklung und Produktion der Ariane-Trägerraketenfamilie. Von Ariane 5 bis zu Ariane 6 ist ArianeGroup für die Vorbereitung der Trägerrakete bis zu ihrem Start verantwortlich. ArianeGroup steht an der Spitze eines Netzwerks von über 600 Unternehmen, darunter 350 kleine und mittlere Unternehmen (KMU). ArianeGroup liefert auf der Startrampe eine flugtaugliche Trägerrakete an ihre Tochtergesellschaft Arianespace, die Ariane 5 vom Raumfahrtzentrum Guayana (CSG) in Französisch-Guayana aus vermarktet und betreibt. Während der Ariane-5-Startkampagnen arbeitet Arianespace eng mit der französischen Raumfahrtagentur CNES zusammen, die für die Konzeption der Trägerrakete, die Einrichtungen zur Vorbereitung der Satelliten sowie den Startplatz verantwortlich ist.
KENNZAHLEN ZUM START
347. von Arianespace durchgeführter Start
Mehr als 1150 von Arianespace gestartete Satelliten
2. Arianespace-Start einer Ariane 5 im Jahr 2023
Der Start erfolgte am 5. Juli 2023 um 19:00 Uhr Ortszeit (10:00 pm UTC) am europäischen Weltraumbahnhof Kourou (Französisch-Guayana)
117. Start einer Ariane 5 vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana aus
7680 kg Gesamtgewicht der Nutzlast beim Start dieser Mission
91. und letzter Start in Folge mit planmäßigem Betrieb des Hauptstufen-triebwerks Vulcain 2
117. und letzter Start in Folge mit planmäßigem Betrieb der EAP-Feststoffstufe
157. und letzter Start in Folge mit planmäßigem Betrieb des HM7B-Oberstufen-triebwerks
Über Arianespace
Arianespace erschließt den Weltraum zur Verbesserung der Lebensbedingungen auf der Erde und sichert seit 1980 den Zugang zu Weltraum-Transportdienstleistungen und -lösungen für alle Arten von Satelliten, institutionelle und kommerzielle, in alle Umlaufbahnen. Arianespace ist für die Vermarktung und den Betrieb der von der ESA entwickelten Trägerraketen der neuen Generation Ariane 6 und Vega C verantwortlich, bei deren Entwicklung ArianeGroup bzw. Avio industrieseitig Hauptauftragnehmer sind. Das Unternehmen mit Sitz in Évry bei Paris verfügt über eine Niederlassung im Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch-Guayana sowie über lokale Vertretungen in Washington D.C, Tokio und Singapur. Arianespace ist eine Tochtergesellschaft von ArianeGroup, die 74 Prozent der Anteile hält. Die übrigen Anteile sind im Besitz von 15 weiteren Vertretern der europäischen Ariane- und Vega-Trägerraketenindustrie. ESA und CNES sind im Verwaltungsrat vertreten.
Über ArianeGroup
ArianeGroup ist Hauptauftragnehmer für zivile und militärische Trägerraketen-Systeme und verantwortlich für die Entwicklung und den gesamten Produktionsablauf der europäischen Trägerraketen Ariane 5 und Ariane 6, die von ihrer Tochtergesellschaft Arianespace vermarktet und betrieben werden. Außerdem ist sie für die Entwicklung, den Bau, die Integration und die Wartung der Raketen der französischen See-Streitkräfte zur nuklearen Abschreckung zuständig. Als weltweit anerkannter Spezialist für innovative und wettbewerbsfähige Lösungen beherrscht ArianeGroup die ganze Palette der fortschrittlichsten Antriebstechnologien und Anwendungen in der Raumfahrt. Über ihre Tochtergesellschaften stellt sie anderen Industriezweigen ihre Fachkompetenz in Ausrüstung, Service, Weltraumüberwachung und sicherheitsrelevanten Infrastrukturen zur Verfügung. ArianeGroup ist ein 50:50-Joint Venture von Airbus und Safran und beschäftigt mehr als 8.000 hochqualifizierte Mitarbeiter in Frankreich und Deutschland. Der konsolidierte Umsatz der Gruppe im Jahr 2022 belief sich auf 2,4 Milliarden Euro.
Der 116. Start einer Ariane 5 wurde von Arianespace erfolgreich durchgeführt und brachte die Raumsonde JUICE in ihren Orbit außerhalb der Erdanziehungskraft.
Damit hat die europäische Schwerlast-Trägerrakete Ariane 5, bei der ArianeGroup Hauptauftragnehmer ist, erneut ihre außerordentliche Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt.
Es handelt sich um die erste europäische Jupiter-Mission. JUICE wird mindestens drei Jahre lang drei von Jupiters Eismonden – Europa, Ganymed und Callisto – erforschen.
Am Freitag, 14. April 2023 um 09:14 Uhr Ortszeit hob eine von Arianespace betriebene Ariane 5 erfolgreich vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab. An Bord: die Raumsonde JUICE der europäischen Weltraumorganisation ESA.
Die von Airbus Defence and Space im Auftrag der ESA gebaute Sonde wird die erste europäische Mission zur Erforschung des Jupiter-Systems sein. Sie wird mindestens drei Jahre lang drei seiner Eismonde, die sie ab Juli 2031 erreichen wird, im Detail untersuchen: Europa, Ganymed und Callisto. JUICE wird die Monde als potenzielle Lebensräume erforschen und dabei zwei grundlegende Fragen beantworten: Was sind die Bedingungen für die Entstehung von Planeten und Leben? Und wie funktioniert das Sonnensystem?
Stéphane Israël, CEO von Arianespace, sagte: „Es ist eine Ehre für Arianespace, diesen symbolträchtigen Start für Europas erste Mission zum Jupiter-System durchgeführt zu haben und so zu einem besseren Verständnis des Sonnensystems und der Voraussetzungen für die Entstehung von Leben beitragen zu können. Bei der Vorbereitung dieser Mission haben wir Hand in Hand mit der ESA, Airbus Defence and Space, ArianeGroup und der französischen Raumfahrtagentur CNES gearbeitet. Mein Dank gilt allen Teams, die seit zehn Jahren engagiert auf diesen großen Erfolg hingearbeitet haben. Und guten Flug für JUICE, auf dieser unglaublichen Reise, die sie angetreten hat.“
„Mit dem erfolgreichen Start von JUICE schreibt Ariane 5 in der europäischen Raumfahrt einmal mehr Geschichte. Diese außergewöhnliche Forschungsmission profitiert in zweifacher Hinsicht vom Know-how von ArianeGroup. Unsere Teams haben nicht nur zur Bereitstellung der Trägerrakete, sondern auch von JUICE beigetragen, indem sie das Antriebssystem geliefert haben, mit dem die Raumsonde ihre rund achtjährige Reise zum Jupiter antreten wird. Ich möchte den Teams der ArianeGroup, von Arianespace und allen unseren europäischen Partnern zu diesem weiteren Erfolg der Ariane gratulieren. Die Zuverlässigkeit dieser Trägerrakete ist das Ergebnis einer nahtlosen Zusammenarbeit zwischen der Industrie, der ESA und der französischen Raumfahrtagentur CNES, um den autonomen Zugang unseres Kontinents zum Weltraum zu gewährleisten“, sagte Martin Sion, CEO von ArianeGroup.
Das von den Orbital-Propulsion-Teams von ArianeGroup in Deutschland entwickelte, gebaute und integrierte Antriebssystem der Raumsonde JUICE besteht aus dem 400-Newton-Haupttriebwerk, das für das Einschwenken in die Jupiter-Umlaufbahn verwendet wird, sowie aus 20 kleinen Triebwerken und zwei Treibstofftanks aus Titan.
Nach Abschluss der Mission wird nur noch eine Ariane 5 starten, bevor Ariane 6 die Aufgabe übernehmen wird, Europas institutionelle Missionen und die stark wachsende Nachfrage des kommerziellen Marktes zu bedienen.
Die Schwerlast-Trägerrakete Ariane 5 ist ein Programm der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), das in Zusammenarbeit von Industrie und öffentlichen Institutionen in zwölf europäischen Partnerstaaten durchgeführt wird.
ArianeGroup ist als industrieller Hauptauftragnehmer für die Entwicklung und Produktion von Ariane 5 sowie für die Vorbereitung der Trägerrakete bis zu ihrem Start verantwortlich und führt dabei ein Netzwerk von über 600 Firmen an, darunter 350 kleine und mittlere Unternehmen (KMU). ArianeGroup liefert auf ihrer Startrampe eine flugtaugliche Trägerrakete an ihre Tochtergesellschaft Arianespace, die Ariane 5 vom Raumfahrtzentrum Guayana (CSG) in Französisch-Guayana aus vermarktet und betreibt. Während der Startkampagnen arbeitet Arianespace eng mit der französischen Raumfahrtagentur CNES zusammen, die für den Entwurf der Trägerrakete Ariane 5, die Installationen zur Vorbereitung der Satelliten sowie für den Startplatz verantwortlich ist.
KENNZAHLEN ZUM START:
346. von Arianespace durchgeführter start
Mehr als 1150 von Arianespace gestartete satelliten
1. Arianespace-Start einer Ariane 5 im jahr 2023
Der start erfolgte am 14. April 2023 vo europäischen weltraumbahnof Kourou (Französisch-Guayana) um 09:14 uhr ortszeit (12:14 UTC)
116. Ariane 5-Start vom Weltraumbahnhof Kourou
6058kg gesamtgewicht der nutzlast beim start dieser mission
90. start in folge mit planmäßigem betrieb des Vulcain-2-Triebwerks der hauptstufe
116. start in folge mit planmäßigem betrieb der EAP-festsoffstufen
156. start in folge mit planmäßigem betrieb des HM7B-Triebwerks der Oberstufe
Über Arianespace
Arianespace erschließt den Weltraum zur Verbesserung der Lebensbedingungen auf der Erde. Dazu bietet das Unternehmen seit 1980 Startdienste für alle Arten von institutionellen und kommerziellen Satelliten in alle Umlaufbahnen an. Arianespace ist für die Kommerzialisierung der Trägerraketen der neuen Generation Ariane 6 und Vega C verantwortlich, die von der ESA entwickelt werden und deren industrielle Hauptauftragnehmer ArianeGroup bzw. Avio sind. Arianespace hat ihren Hauptsitz in Évry, Frankreich, und verfügt über weitere Niederlassungen in Kourou (im Raumfahrtzentrum Guayana, Europas Weltraumbahnhof), in Washington D.C., Tokio und Singapur. Arianespace ist eine Tochtergesellschaft der ArianeGroup, die 74% des Kapitals hält, während die anderen 15 Anteilseigner die europäische Industrie der Ariane- und Vega-Trägerraketen repräsentieren. Die ESA und die französische Raumfahrtagentur CNES sind in ihrem Vorstand vertreten.
Über ArianeGroup
ArianeGroup ist Hauptauftragnehmer für zivile und militärische Trägerraketen, verantwortlich für die Entwicklung und den gesamten Produktionsablauf der europäischen Trägerraketen Ariane 5 und Ariane 6, die von ihrer Tochtergesellschaft Arianespace vermarktet und betrieben werden. Außerdem ist sie für die Entwicklung, den Bau, die Integration und die Wartung der Raketen der französischen See-Streitkräfte zur nuklearen Abschreckung zuständig. Als weltweit anerkannter Spezialist für innovative und wettbewerbsfähige Lösungen beherrscht ArianeGroup die ganze Palette der fortschrittlichsten Antriebstechnologien und Anwendungen in der Raumfahrt. Über ihre Tochtergesellschaften stellt sie anderen Industriezweigen ihre Fachkompetenz in Ausrüstung, Service, Weltraumüberwachung und sicherheitsrelevanten Infrastrukturen zur Verfügung. Die Unternehmensgruppe wird zu gleichen Teilen von Airbus und Safran gehalten und beschäftigt mehr als 8000 hochqualifizierte Mitarbeiter in Frankreich und Deutschland. Der konsolidierte Umsatz der Gruppe belief sich in 2022 auf 2,4 Milliarden Euro.